Schw. Gesangsfest Meiringen 2015

Nun endlich ist es soweit. Nach langer Vorbereitung fahren wir am Freitag, 19. Juni bei regnerischem Wetter nach Meiringen. Wir, die erste Gruppe, reisen am Morgen per Bahn und Postauto via Luzern, Brünig nach Hasliberg-Reute. Nach dem Mittagessen fahren wir mit den orangen Festbändeln um den Hals nach Meiringen. Wir hören uns einige Chorvorträge an. Im Festzelt singt ein Projektchor mit Kindern aus der ganzen Schweiz. Diese stürmen wild auf die Bühne. Und obwohl diese eigentlich schon voll ist, findet doch jedes noch ein Plätzchen. Sie singen aus vollen Kehlen und freuen sich über unseren grossen Applaus. Um halb sechs Uhr holen wir unsere Gspänlis am Bahnhof ab und geniessen dann gemeinsam ein feines Nachtessen. Der Abend steht zur freien Verfügung.

Nun gilt‘s ernst
Warm eingepackt mit einem Knirps ausgerüstet, besteigen wir am Samstagmorgen um neun Uhr die Luftseilbahn. Wir werden zum Casinoplatz geführt und trinken schlotternd den kühlen Apéro, der uns angeboten wird. Die kurze Regenpause nützen wir gleich aus und stellen uns auf für den offiziellen Empfang und den Fahnengruss. Dann spazieren wir zur Aula, wo ein Schulzimmer für unser Einsingen reserviert ist. Wir werden von Ilona Plézer gut auf unseren Vortrag eingestimmt. Wir sollen vor jedem Lied geistig ein Bild malen. Unsere vier Wettlieder sind nämlich alle ganz verschiedener Art, feurig, lieblich, romantisch und scherzhaft. Nun gilt es die Spannung beizubehalten. Wir singen alles auswendig, die Einsätze klappen und am Schluss schauen wir in ein zufriedenes, glückliches Gesicht unserer Dirigentin. Scheinbar haben wir auch das Publikum überzeugt. Wir ernten einen frenetischen Applaus und einige rufen uns zu: Gut gemacht, bravo! Erleichtert können wir uns wieder entspannen. Wir stärken uns in den Beizlis in der Festmeile. Dort wird spontan gesungen, so auch auf den Strassen und Plätzen, es herrscht eine fröhliche, friedliche Stimmung. Da einige Chöre am Abend wieder heimreisen, gibt es im grossen Festzelt jeden Tag eine Schlussfeier mit Fahnenaufmarsch, Festreden und dem Gesang des Festchors. Es ist schon sehr eindrücklich, ein Fest mit total 10‘000 Sängerinnen und Sängern auf zwei Wochenende verteilt, etwa 30‘000 Besuchern und etwa 1000 freiwilligen Helfern erleben zu dürfen. Den Meiringern gebührt ein Riesenkompliment, es klappt alles hervorragend.

Singen in der Staumauer Räterichsboden
Auch am Sonntag werden wir von unserer Begleiterin Frau Ursi Moser bestens betreut. Wir staunen wie es möglich ist, eine Tennishalle in einen so schön angerichteten Bankettsaal umzuwandeln. Ein Chor nach dem anderen nimmt Platz und wird köstlich verpflegt. Etwas hinter uns ist für den Alpha Cappella Chor aus Winterthur Platz reserviert. Mit ihnen zusammen fahren wir per Postauto zu der Grimsel Staumauer. Dort ist eine Führung durch den Stollen organisiert und als Höhepunkt singen wir in einem der riesigen Pfeiler ein paar Lieder. Ein wahres Erlebnis, so ein Echo habe ich noch nie gehört! Wir würden gerne noch weiter singen, aber die Zeit drängt. Der Postautochauffeur bringt uns wieder nach Meiringen zum Bahnhof und wünscht uns eine gute Heimfahrt.

Rita Mock



Fotos

Aufnahmen

Wettlieder
Ansage
Legénycsúfoló
Wenn ich ein Vöglein wär
Les Fleurs des Champs
Warnung
 
Staumauer Räterichsboden
Les Fleurs des Champs
Tebje pojem
Der Herr ist mein Hirt
Bittgesang

Urkunde

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